TransAm

Die besten Kinoerlebnisse sind die unerwarteten. Ich erinnere mich gut an den Abend, der mit Blues Brothers hätte anfangen sollen. Es mag an dem einen oder anderen Humpen Alkohol gelegen haben, der Abriß führte uns in die Premiere von Pulp Fiction, der fortan für 72 Wochen ununterbrochen lief. Infolge diverse Umstände habe jenes Zelluloid häufiger gesehen. Ein anderes Mal freute ich mich auf Ridley Scotts "Thelma & Louise" und fand mich in Wayne Wangs "Smoke". Die Leinwand fing mich auch hier ein und ich lebte auf einmal in Brooklyn, und sah Harvey Keitel als meinen netten Tabakverkäufer von um die Ecke. - Heute aber schlicht die Wahl zwischen Capote, Brokeback Mountain und Transamerica. Von allen quasi nichts gewußt - ich komme momentan weder zum Feuilleton noch zum Sportteil - Harper Lees Einfluß hätte mich spontan am meisten interessiert (zeitlich unpassend), schwule Cowboys? (verkürzte Darstellung) - Nee, also TransAm. Mir war klar: es handelt sich nicht um einen Werbefilm für einen neuen Sprößling aus dem Hause Pontiac. Wie auch immer: anschauen - genießen - beeindruckt sein. Für die Seriengucker: Ein desperate housewife spielt auch mit. Meint die SZ - ich kenne mich bei Serien nicht aus - außer vielleicht bei Remington Steele.
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guapo - 2006/03/17 00:19




