What it takes to play chili premier league
Die Geschichte des Chili con Carne ist eine Geschichte voller Mißverständnisse. Chili ain't mexican! Chili ist bunt und facettenreich und ein jedereiner hat offenbar sein Rezept. Wie in der Kaffeewerbung bleiben leider die Teller häufig unangerührt und man wünscht sich einen Tex-Mex-Koch dritter Kategorie, damit
es halbwegs akzeptabel schmeckt die Zigarette danach überhaupt nicht zu schmecken ist.
Gutes Chili ist leicht anzufertigen! Die passenden Zutaten zu bekommen ist nicht ganz so trivial. Aber erst einmal dies:
Fehler #1: Mais.
- Überflüssiger Füllstoff. Geschmack = Null. Überflüssig wie ein Kropf.
Bruche mer net, fott domet.
Chili ist ein Bohnengericht, also rein mit den Bohnen. Vier Sorten Mindestens: Kidney (dringends ihrer Schleimspuren zu entledigen, bah!), dicke weiße Bohnen, Chilibohnen (gerne mit Kidneybohnen verwechselt) und Baked Beans.
Würze und Schärfe
Die Grundwürze läßt sich erreichen ...
... mit McCormick Chili Seasoning (Import!)
... Meeressalz, Schwarzem Pfeffer, Paprika, Import-Chili-Gewürz (z.B. Migros, CH; div., NL - imagine, I brought chili instead of dope from Amsterdam, doooh)
und dann für den Spaß
- Jalapeños (die, die man mit der Zange greift)
- getrocknete Chilischoten (Import spanische Pilgerfahrt) zerreiben
- Tabasco (gibt's auch in schnuckeligen 3,7 ml-flaschen)
Fehler #2: Zeitpunkt!
Niemals sofort essen. Mindestens ein bis zwei Tage ziehen lassen.
Der Rest ist einfach: Zwiebeln, Paprika nach Gutdünken und Geschmack.
Dazu: Baguette, halbiert mit Gewürzmischung - unbedingt mit Mohn, Kreuzkümmel und Oregano - aus dem Backofen.
¡Que aproveche!